Die Krankschreibung – Wissenswertes

KrankschreibungDie ersehnte Krankschreibung ist die eine Sache, der ordnungsgemĂ€ĂŸe Umgang damit eine andere. Immerhin geht es hier darum, nicht vom Arbeitgeber abgemahnt zu werden oder gar eine KĂŒndigung zu riskieren. Und leider kassieren viele Mitarbeiter eine Abmahnung in Verbindung mit ihrer Krankmeldung – ob rechtens oder nicht. Meist können Abmahnungen jedoch sehr leicht gerechtfertigt werden, und das ganz im Verschulden des Arbeitnehmers. Dieser wird dann zu Recht abgemahnt, denn er hat sich falsch verhalten. Und ja, trotz einer Krankmeldung vom Arzt. Es gibt eigentlich nur sieben ziemlich gravierende Fehler, die Arbeitnehmer trotz Krankmeldung oder mit ihrer Krankmeldung machen können. Und damit auch du kĂŒnftig genau weißt, was du nun mit dieser tun musst, haben wir dir folgende Punkte einmal zusammen geschrieben.

 

 Die Krankschreibung unverzĂŒglich abgeben – Fehler Nummer 1

Die Frist fĂŒr das Einreichen seiner Krankmeldung ist im Entgeltfortzahlungsgesetz verankert. Dort steht, dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber ohne Umwege ĂŒber seine ArbeitsunfĂ€higkeit informieren muss. Hier ist das Wort „unverzĂŒglich“ ein ganz entscheidendes. Und unverzĂŒglich heißt in diesem Fall, sofort, noch am gleichen Tag und direkt zu dem Zeitpunkt, zu dem man weiß, dass man nicht zur Arbeit erscheinen kann. Der Fehler den hier viele machen: Sie informieren den Arbeitgeber erst am Abend oder innerhalb der nĂ€chsten Tage, einige schicken die Krankmeldung sogar per Post zu und halten es nicht fĂŒr nötig, den Arbeitgeber vorab zu informieren. Ein unnötiger Fehler, der aber eine Abmahnung rechtfertigen wĂŒrde.




 Fehler Nummer 2 – Die Krankmeldung beim ARBEITGEBER abgeben

Normalerweise kann der Arbeitgeber auch via. Mail oder per Fax und Ă€hnlichen Kontaktaufnahmemittel informiert werden. Dies ist nicht nur praktischer, sondern auch weit weniger unangenehm. Immerhin erspart es den direkten Kontakt. Allerdings ist der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass der Arbeitgeber auch wirklich davon erfĂ€hrt. Angenommen, der Arbeitgeber wĂŒrde erst am nĂ€chsten Tag seine Mails checken, dann wĂ€re der Arbeitnehmer schuld an der verzögerten Information und auch hier wĂ€re eine Abmahnung gerechtfertigt.

 Krankmeldung oder ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung rechtzeitig einreichen – Fehler Nummer 3

Die ArbeitsunfÀhigkeitsbescheinigung ist der gelbe Zettel, der die Krankheit belegt. Dort ist die Art der Krankheit notiert und die Dauer des Fernbleibens. Das Gesetz schreibt vor, dass die Krankmeldung spÀtestens am vierten Tag der Krankheit vorgelegt werden muss. Allerdings kann im Arbeitsvertrag auch etwas anderes stehen. In einigen VertrÀgen steht sogar geschrieben, dass man die Krankmeldung sogar erst nach dem vierten Tag braucht. Halte dich aber auf jeden Fall an die vorgeschriebene Frist, die im Arbeitsvertrag steht.




 Fehler Nummer 4 – die Meldung der Krankmeldung bei der Krankenkasse

Wichtig ist, dass nur der Durschlag der Krankmeldung an den Arbeitgeber geht, der andere Zettel muss der Krankenkasse zugeschickt werden. Die mĂŒssen schließlich die Entgeltfortzahlungen ĂŒbernehmen. Und auch hier gilt zur Abgabe eine Frist von drei Tagen.

 Fehler Nummer 5 bei der Krankmeldung – die VerlĂ€ngerung

Geht deine Krankheit in die VerlĂ€ngerung, so benötigst du eine Folgebescheinigung und auch die solltest du direkt und unverzĂŒglich bei deinem Arbeitgeber abgeben. Auch um einen Anruf wirst du nicht herum kommen.

 Fehler Nummer 6 – Krankmeldung ja, Art der Erkrankung egal

Es geht deinen Arbeitgeber eigentlich nichts an, warum du zuhause bleiben musst? Stimmt, und aus diesem Grund wird mittlerweile die Krankheit verschlĂŒsselt auf der Krankmeldung angezeigt. Du musst deinem Arbeitgeber also eigentlich nichts vorspielen, es reicht, wenn du ihn von deinem Fernbleiben erzĂ€hlst und ihn informierst. Ansonsten darf auch die Krankenkasse dem Arbeitgeber aus DatenschutzgrĂŒnden nicht erzĂ€hlen, an welcher unheilbaren Krankheit du leidest.

 Fehler Nummer 7 – Krankmeldung im Urlaub

Wirst du im Urlaub krank, dann ist das natĂŒrlich Ă€rgerlich. Allerdings kannst du kranke Urlaubstage in gesunde umwandeln, indem du dir eine Krankmeldung holst, obwohl du im Urlaub bist. Wichtig ist jedoch, dass du dir eine ArbeitsunfĂ€higkeitsbescheinigung besorgst und diese deinem Arbeitgeber ĂŒbermittelst. Nur er kann dir dann deine Urlaubstage wieder gut schreiben. Verboten ist es jedoch, die Urlaubstage direkt an die Krankschreibung dran zu hĂ€ngen.

 

Krankmeldungen schĂŒtzen dich normalerweise vor einer KĂŒndigung, allerdings nur dann, wenn du dich auch richtig damit verhĂ€ltst. Denke also immer daran, deinen Arbeitgeber und auch deine Krankenkasse zu informieren, ehe du dich gemĂŒtlich an den See legst, und deinen freien Sommertag so richtig genießt.

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