K√ľndigung wegen Krankheit?

K√ľndigung wegen Krankheit?Viele Deutsche melden sich immer h√§ufiger krank, oft weil sie √ľberfordert sind, dem Druck nicht gewachsen sind oder ihren Job nicht immer mit ihrer Familie vereinen k√∂nnen. Arbeitnehmer nutzen die Krankmeldungen oft daf√ľr, sich die ohnehin zu wenigen Urlaubstage ein wenig aufzustocken. Kann man hier und da nat√ľrlich nachvollziehen. F√ľr Arbeitgeber kann ein gro√üer, wirtschaftlicher Schaden entstehen, vor allem bei Langzeiterkrankungen. Und ganz ohne Schutz stehen auch sie nicht da, auch wenn man kranken Mitarbeitern eigentlich nicht k√ľndigen kann. Eigentlich, – denn ganz unm√∂glich ist es leider nicht, kranken Mitarbeitern zu k√ľndigen. Bel√§uft sich der Betrieb n√§mlich auf unter 10 Mitarbeiter und das Arbeitsverh√§ltnis auf weniger als 6 Monate, so kann ein Arbeitgeber k√ľndigen. Und das ganze bevor das K√ľndigungsschutzgesetz greift.




Bei kurzen Erkrankungen und wenigen Krankheitstagen ist eine K√ľndigung nur sehr schwer durchzubekommen. Attest und Krankmeldungen m√ľssten allerdings schon rechtzeitig eingereicht werden und auch sonst muss sich an alles gehalten werden, was man im Arbeitsvertrag vereinbart hatte. Kommen kurzfristige Erkrankungen aber geh√§uft vor und kann nachgewiesen werden, dass es sich immer um die Br√ľckentage oder Wochenanf√§nge h√§uft, so kann der Arbeitgeber unter Umst√§nden Recht bekommen.
Daf√ľr muss der Betrieb jedoch beweisen, dass durch das st√§ndige Fehlen des Arbeitnehmers erhebliche Beeintr√§chtigungen vorliegen und ein betrieblicher und wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Und bereits das kann Arbeitgeber vor eine Herausforderung stellen. Es reicht n√§mlich nicht, den Ausfall eines Mitarbeiters mit Einbu√üen in Form von Geld gleichzustellen. Dies k√∂nnte mit schlechter Personalplanung gegengerechnet werden.

Fakt ist also, dass es gar nicht so einfach ist, einem Arbeitnehmer zu k√ľndigen, nur weil er mal krank ist. Sogar bei geh√§uftem Fehlen ist es unwahrscheinlich, dass einem die K√ľndigung droht. Aber¬†Wichtig ist, dass man seine Fehltage weise w√§hlt und nicht in alle Br√ľckentage dr√ľckt oder an das Wochenende ankn√ľpft. Au√üerdem sollte auch vor dem Arbeitgeber glaubhaft versichert werden, dass man wirklich krank ist und einem nichts anderes √ľbrig blieb.




K√ľndigung wegen Krankheit kaum m√∂glich!

M√∂chte ein Arbeitgeber also wegen einer Krankmeldung k√ľndigen, so ist dieser erst einmal in der Beweispflicht. Ist es allerdings bereits so weit gekommen, solltest du dir Gedanken dar√ľber machen, wie viel dir dein Job wert ist. Immerhin k√∂nnen auch Arbeitgeber sehr kreativ werden und dich sp√§ter aus anderen Gr√ľnden Abmahnen und sp√§ter k√ľndigen. Du musst vorbereitet darauf sein, dass dein Arbeitgeber nicht erfreut √ľber viele Krankmeldungen sein wird und strapaziere es aus diesem Grund nicht √ľberm√§√üig hinaus. Zwar ist es nicht wirklich m√∂glich bei Krankheit oder Schwangerschaft zu k√ľndigen, allerdings haben auch Arbeitgeber M√∂glichkeiten, die sie gegebenenfalls auch in Anspruch nehmen.




Voraussetzungen f√ľr eine verhaltensbedingte K√ľndigung

Verhaltensbedingte K√ľndigungen sind dann wirksam, wenn ein entsprechender K√ľndigungsgrund vorliegt. Der Arbeitgeber ist also in der Beweispflicht. Wichtig ist, dass f√ľr die Wirksamkeit eine arbeitsrechtliche Vertragsverletzung vorliegt. Auch eine Abmahnung muss es bereits gegeben haben und eine Interessenabw√§gung zwischen den Arbeitsrechtsparteien muss erfolgen.
F√ľr alle K√ľndigungen ist es zun√§chst nat√ľrlich ratsam, einen Anwalt hinzuzuziehen oder es sich gar nicht erst mit dem Arbeitgeber zu verscherzen. Immerhin braucht jeder seinen Job und vielleicht nutzt es etwas, wenn man sich k√ľnftig darauf einigt, weniger krank zu machen.


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